Start » 1885 bis Heute » 1900-1935 Grundstücke und Häuser der Itjens
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X1)    = 1900 bis 1907 Henry Itjen, danach Besitz von Lucy und Martin Itjen

 

X2)    = 1900 Besitz von Martin Itjen       

 

X3)    = 1901 Bay View House

 

X3a)  = 1900 Das 1. Haus in dem Lucy + Martin lebten

 

X4)    = 1901/1922/1946 das sog. "Martin Itjen House"

                                                                                                 Zur Seite: HIER KLICKEN   

X5)    = Jeff. Smith Parlor Museum

 

X6)    = Astoria Hotel

 

 

1901 - 1902   BAY VIEW HOUSE  

In der Nähe ihres Hauses von Lucy und Martin Itjen (X3a) an der Moore´s Wharf, trieb bei stürmischer Flut ein großer Lastkahn in den Lynn Canal und blieb bei Ebbe in der Nähe der Itjens im Schlamm stecken.

Martin besichtigte den Lastkahn und traf dort einen Mann, der einen riesigen Wal zerlegte. Er beobachtete mit Interesse den Prozess der Gewinnung von Öl aus Wal, Speck, Fischbein und Steaks. Nach einigen Tagen, als nichts mehr von dem Wal übrig war, außer der schlechte Geruch, fragte er den Kapitän des Lastkahns, ob er den Kahn verkaufen wolle.

"Okay", sagte der Mann, "was willst du mir dafür geben?"

"Was willst du dafür haben?", frage Martin.

Das Ergebnis des Handels war, dass Martin den Lastkahn für $ 100 kaufte.

Er ging nach Hause und erzählte Lucy von seinem Geschäft.

"Was um alles in der Welt willst du mit diesem großen Kahn machen?", fragte sie.

Als er ihr seine Idee vom Hotel erzählte, war Lucy ebenso begeistert.

 

Martin errichtete Pfähle im Schlamm der Wharf an ihrem bestehenden Haus und hob den erworbenen Lastkahn mit selbstgebauten Wagenhebern und Flaschenzügen auf die aus dem Wasser ragenden Pfähle. Er renovierte den Kahn und baute zwei Räume mit Doppelkojen und in jeder der acht Kabinen wurden Schlafplätze für vier Personen eingerichtet. Die Deluxe-Kabine des Kapitäns wurde in einen Lese-, Karten- und Aufenthaltsraum umgewandelt, der von einem riesigen Ofen beheizt wurde.

Dann wurde der einstige Lastkahn als Hotel "Bay View House" (X3) eröffnet.

 

In den Tagen von '98' waren die Preise in Skagway und Dawson sehr hoch. Aber Martin Itjen hat nur 25 Cent pro Nacht für ein Bett verlangt.

Siehe Foto oben! Man erkennt an seinem Hotel das große Schild mit dem Schriftzug:  "25 Cent".

Die Goldsucher hatten normalerweise ihr eigenes Bettzeug dabei und bekamen eine Koje mit einer Matratze. Wenn der Gast kein Bettzeug dabei hatte, versorgte Lucy sie ohne zusätzliche Kosten mit Bettzeug.

 

 

Zu der Zeit, als sie ihr Bay View House ausstatteten, wurde die nahegelegene Stadt Dyea, Skagways Rivale als Einreisehafen in den Klondike, aufgegeben.

Die Itjen's hörten vom Verkauf der Möbel und anderer Gegenstände aus einem Hotel in Dyea.

Dyea war etwa zweieinhalb Meilen (Wasserstraße) entfernt.

https://www. Hier klicken:  Einblicke Dyea um 1900. 

Vielleicht kaufte Martin Itjen in einem dieser gezeigten Hotels/Häuser seine Ausstattung.

 

Sie erwarben hier Kommoden, Betten, Tische und Stühle. Sie brauchten fünf bis sechs Tage, um diese Dinge  mit ihrem Ruderboot nach Skagway zu holen. Da die Nächte um diese Jahreszeit hell waren, sind sie bis um drei bis vier Uhr morgens auf dem Lynn Canal unterwegs.

Lucy sagte, dass sie niemals die Schönheit dieser Reisen vergessen wird.

 

Später erfuhren sie, dass der Mann, bei dem sie die Möbel kauften und bezahlten, kein Recht hatte, es zu verkaufen. Er hatte sich für ein bis zwei Wochen in dem verlassenes Hotel einquartiert und die Gelegenheit genutzt, die Ausstattung des Hotels zu versilbern.

 

 

        Die Itjens stellten am Kai vor ihrem Haus zur Anlockung

        der Touristen von den Schiffen ein großes Schild  auf:

 

 

Moore´s Wharf 1901 bei Hochwasser

 

 

X6) Astoria Hotel (Foto links, ca. 1906)

 

 

Das Astoria Hotel wurde in 1897 erbaut und war mit das erste große Hotel in Skagway. 

 

 

                     

Im Jahr 1899 wurde die afroamerikanische Kompanie L., 24. 

Infanterie in Skagway stationiert und bezog im Astoria Hotel ihr Quartier. 

Die 24. Infanterie war eine von vier schwarzen Einheiten in der United States Army. Einhundertzwölf Männer bildeten die Kompanie L, und obwohl sie von 1899-1902 nur für kurze Zeit in Skagway waren, hinterließen sie in der Skagway-Gesellschaft deutliche Spuren. 

 

 

Das Foto zeigt die Company L of the 24th Infantry in formation on July 4, 1899.

 

Als die Buffalo Soldiers der Kompanie L, 24. Infanterie, die Stadt verlassen hatten, verfiel das Gebäude zusehends und wurde zu einem Schandfleck von Skagway. 

 

 

Martin Itjen kaufte das Gebäude ca. 1909 von der Moore Townsite Company über ihren Vertreter CE Wyan-Johnson. Man einigte sich auf einen Preis von $100.

 

Es war ein großes Gebäude und bestand aus verrostetem Wellblech und Eisen. Allerdings auch aus  großen Mengen an hervorragendem Holz, womit er sein

Bay View House vergrößern wollte. Martin hatte keine Eile mit dem Abriss des Gebäudes und beschäftigte sich in den nächsten Monaten damit, es auseinander zu nehmen und das Holz abzufahren. Er soll allerdings eine Hilfe gehabt haben.

 

 

X1)

Der Besitz von Henry Itjen in der 7th Street ist vermutlich gemeint, wenn Henry in einem Brief schreibt: "Ich habe alles was mir gehörte, an Martin verschenkt".

 

 

In der Volkszählung von 1910 ist Lucy und Martin Itjen in der 7th Street gemeldet.

 

 

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